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Skip Navigation LinksStartseite >> Schwerpunktthemen >> Revision der ISO 9001 und der ISO 14001 >> ISO 14001:2015

ISO 14001:2004 und ISO 14001:2015 – Elemente der Veränderungen


  1. Kontext der Organisation:
    • Der Kontext der Organisation wird als Eingangsvoraussetzung zur Definition des Umfangs des Umweltmanagementsystems und zur Planung und Stärkung der Ausrichtung an die interessierten Parteien festgelegt.
    • Vor der Identifizierung des Umfangs und vor der Planung muss die Organisation den Kontext kennen, in dem sie operiert. Die vorige Ausgabe der Norm setzte dies für die Identifizierung von Umweltaspekten und für die allgemeine Planung stillschweigend voraus.
    • Zur Definition des Umfangs des Umweltmanagementsystems (UMS) muss die Organisation interne und externe Belange in Betracht ziehen, die sich auf ihre Fähigkeit zur Erreichung ihrer Umweltbilanz auswirken können. Zu diesen Faktoren gehören:
      • der Kontext, in dem die Organisation tätig ist;
      • die Bedürfnisse und Erwartungen der interessierten Parteien.
  2. Führung:
    • Betonung der Schlüsselrolle des Topmanagements: Zuweisung bestimmter Rollen und Verantwortlichkeiten, zeigt Engagement zwecks Sicherstellung der effektiven Anwendung des Umweltmanagementsystems.
    • Das Engagement des Topmanagements muss außerdem hinsichtlich der vielfältigen Aspekte des Umweltschutzes proaktiv sein, einschließlich:
      • der Vorbeugung gegen negative Auswirkungen
      • der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen
      • der Abmilderung von und der Anpassung an Klimaveränderungen
      • dem Schutz der Artenvielfalt und der Ökosysteme.
    • Die neue Norm spricht nicht mehr von einem „Vertreter des Managements“, sondern bindet das Topmanagement („Eine Person oder Personengruppe, welche eine Organisation auf höchster Ebene leitet und kontrolliert“) ausdrücklich ein.
    • Die Ergebnisse des UMS werden in die strategische Planung der Organisation integriert.
  3. Planung
    • Bei der Planung des Umweltmanagementsystems muss die Organisation die Risiken und Chancen in Bezug auf:
      • signifikante Umweltaspekte
      • geltende gesetzliche Anforderungen
      • Anforderungen im Zusammenhang mit anderen internen und externen Belangen
      in Betracht ziehen, um sie bei der Definition der Umweltziele präzise einbinden zu können.
    • Der Risikoansatz muss erläutert werden und seine Beurteilung muss auf drei Quellen basieren:
      • Umweltaspekten
      • gesetzlichen Anforderungen
      • Kontext der Organisation.
  4. Unterstützung:
    • Ein neuer Punkt, der alle Unterstützungsanforderungen beinhaltet, d.h.: Ressourcen, Kompetenzen, Bewusstsein, Kommunikation und dokumentierte Informationen.
    • „Bewusstsein“ wird auf den Level von Anforderungen angehoben.
    • Dokumentierte Informationen:
      • Dies ist ein wirklich neues Element (allen Normen gemeinsam, die der HLS unterliegen).
      • Ersetzt die Begriffe „Verfahren“ und „Aufzeichnungen“.
      • Kann in der Form erstellt und gepflegt werden, welche die Organisation für am passendsten in Bezug auf ihre Bedürfnisse, Risiken und Chancen erachtet.
      • Darf seitens der Organisationen nicht als Herabstufung der Pflicht zur Entwicklung, Pflege und Aufzeichnung dessen interpretiert werden, was im Sinne der Systeme erforderlich ist.
  5. Operative Handlungen:
    • Das Konzept der Lebenszyklusperspektive wird vorgestellt, ein Ansatz, bei dem gefordert wird, dass der Umweltschutz in allen Phasen der Produktion zu beachten ist:
      • Konzeption und Entwicklung
      • Identifizierung von Rohmaterialien
      • Verpackung und Versand
      • Wiederverwendung und Recycling
      • endgültige Entsorgung.
    • Die Lebenszyklusperspektive legt eine stärkere Betonung auf die an der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen und an der Kontrolle von ausgelagerten Prozessen beteiligten Umweltanforderungen.
    • Die Lebenszyklusperspektive lässt sich übersetzen in ausdrückliche normative Anforderungen für:
      • ausgelagerte Controlling-Prozesse
      • die Festlegung der mit der Beschaffung verbundenen Umweltanforderungen
      • die Berücksichtigung der Umweltanforderungen bei der Entwicklung, der Lieferung und dem Umgang mit den Produkten / Dienstleistungen am Ende ihres Lebenszyklus.
      • den Bedarf der Bereitstellung von Informationen über die potenziellen Umweltauswirkungen im Rahmen der Lieferung und des Umgangs mit den Produkten und Dienstleistungen am Ende ihres Lebenszyklus.
  6. Bewertung der Leistung:
    • Es wurden spezifischere Anforderungen in Bezug auf die Beurteilung der Ökobilanz hinzugefügt, einschließlich des Bedarfs an der Festlegung von Kriterien und Indikatoren zur Analyse und Beurteilung der eigenen Ökobilanz.
    • Einige Elemente wurden erweitert und mit der Überwachung und Kommunikation der Leistung verbunden.
    • Die Organisation ist aufgefordert, eindeutiger festzulegen:
      • welche Aspekte in Relation zu bestimmten Faktoren überwacht und gemessen werden müssen,
      • welche Indikatoren zur Messung der Ökobilanz zu verwenden sind
      • wann die Ergebnisse der Überwachung und Messung analysiert und beurteilt werden müssen.
  7. Verbesserung:
    • Das mit der Ökobilanz verbundene Konzept der „kontinuierlichen Verbesserung“ sowie die Verbesserungen des Managementsystems.
    • Die Ergebnisse des Umweltmanagementsystems werden eindeutig erklärt, d.h. die Verbesserung der Ökobilanz der Organisation. Die neue Ausgabe der Norm macht diese Ergebnisse konkreter und effektiver.




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